| Version: |
2011
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| Architektur: |
i386 |
| Sprache: |
Deutsch, Englisch |
Betriebssystem:
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Windows NT,2000,XP,Vista,7,Server |
Hersteller
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cygwin, LinuxMedia |
| Medium: |
ISO Download |
| Umfang: |
1 Stück DVD |
| Besonderheit: |
keine, Installation via grafischen installer |
Um Windows-Software unter Linux zu benutzen, gibt es zwei völlig unterschiedliche Ansätze: Emulatoren, die den Anwendungen ganze Computer virtuell vorspiegeln, zum Beispiel VMWare, und Projekte wie Wine, die zwischen die Applikation und Linux eine Kompatibilitätsschicht (Application Layer) setzen, die die Windows-Systemaufrufe für Linux übersetzt. Doch den Schwerpunkt auf die Programm-Migration von Windows nach Linux setzen bedeutet nicht, dass es das Problem anders herum nicht gäbe: Viele Linux-Benutzer, die beruflich mit Windows arbeiten müssen, ärgern sich darüber, dass ihnen die Flexibilität der Kommandozeile nicht zur Verfügung steht. Andere möchten lieb gewonnene X-Client-Programme auch unter Windows benutzen, stellen aber fest, dass kommerzielle X-Server für Microsoft-Betriebssysteme oft sehr viel Geld kosten und dass die kostenlosen nicht leistungsfähig genug sind.
Mit Cygwin lassen sich Programme, die üblicherweise unter POSIX-Systemen wie GNU/Linux, BSD und Unix laufen, auf Microsoft Windows portieren. Es ist eine Kompatibilitätsschicht, die die Unix-API unter verschiedenen Versionen von Microsoft Windows zur Verfügung stellt, auf deren Basis eine Vielzahl von Programmen aus der Unix-Welt unter Microsoft Windows übersetzt werden kann.Mittels Cygwin portierte Programme laufen unter Windows NT, Windows 2000, Windows XP, Windows Vista, Windows 7, Windows Server 2003 und seit Version 1.7 auch unter Windows 7 und Windows Server 2008. In älteren Versionen laufen auch Programme unter Windows 9x.
Funktionsweise
Kern von Cygwin ist die so genannte Cygwin DLL (cygwin1.dll), eine Dynamic Link Library, die Unix-APIs zur Verfügung stellt. Die APIs der Cygwin DLL bilden das Pendant zu den System Calls unter Unix. Die mit Cygwin portierten Programme sind normalerweise nicht alleine lauffähig, da sie gegen die Cygwin-DLL gelinkt werden und somit von dieser abhängig sind.
Funktionalitäten
Es gibt mit Cygwin/X auch eine Portierung des X.Org-Servers auf die Cygwin-Umgebung, so dass unter Microsoft Windows ein kompletter X-Server bereitsteht. In dem Programmpaket Cygwin/X ist Cygwin enthalten. Durch den portierten X-Server ist es möglich, entweder UNIX/Linux-Programme, die für Windows kompiliert wurden, lokal auf dem Windows-Rechner auszuführen (Ausführen von startxwin.bat), oder aber Programme, die auf einem Unix- oder Linuxrechner ausgeführt werden, auf Windows darzustellen; auch kann man sich, ausgehend von dem Windows-Rechner, auf dem Unix-Rechner einloggen (Ausführen von startxdmcp.bat). Dies kann für Privatanwender und Programmierer interessant sein, die Windows und Unix/Linux gleichzeitig einsetzen. Lokale Partitionen werden mit /cygdrive/c, /cygdrive/d etc. angesprochen. Auf Windows-Freigaben kann mit //host/share/file zugegriffen werden. Auch ein SSH-Server ist durch Cygwin möglich, der unter Windows als Service installiert werden kann. Häufig wird Cygwin auch genutzt, um Bash-Prozeduren zu programmieren, die dann automatisierte Systemfunktionen erfüllen können. Dazu gehören unter anderem lokale oder entfernte (remote) Datensicherungen (backups) auf andere Unix-Systeme. Eine ähnliche Funktionalität wie Cygwin realisiert mittlerweile auch Microsofts Services-für-Unix-Paket (SFU), das auf dem Interix-System basiert. Microsoft Windows Services for UNIX (SFU) wurde im Zuge der Vista-Einführung in „Subsystem for UNIX-based Applications“ (SUA) umbenannt und ist in den Editionen „Enterprise“ und „Ultimate“ von Vista und Windows 7 enthalten.